Kuscheldecke, Tee und Räucherduft

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Dienstag, 19. November 2019

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Jetzt ist Räucherzeit!

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Jetzt ist Räucherzeit!

Der Herbst ist eine Zeit für unsere Sinne, dem Gefühl von „einen-Gang-Runter“ und wohltuenden Ritualen. Unser ältester und unmittelbarster Sinn ist das Riechen. Düfte wirken direkt auf das limbische System, dort, wo Emotionen verarbeitet werden. Daher sind Aromen eng mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden. So wie für den einen Lebkuchen- und Zimtduft Weihnachten bedeutet, schwelgt die andere bei Rosenduft im Liebeshimmel. Räucherrituale verbreiteten sich einst zu medizinischen, religiösen und magischen Zwecken.

Entspannende Rauchzeichen am Abend

Geräuchert wird nicht nur zur Winters- und Raunachtzeit. Jetzt im Herbst etwa, nach dem Spaziergang, wenn man es sich daheim mit Tee und Decke kuschelig einrichtet, wärmt ein Räucherritual das Herz. Schon das Herrichten der Schale mit dem Sand und das Zusammenstellen der duftenden Kräutermischung, entspannt. Das Räuchern ist zum Begleiter im Alltag und Jahreszyklus geworden. Ich mag es auch in der Schnupfenzeit mit Räucherschale und Salbeiduft durch das Haus zu ziehen.

Für viele Lebenslagen

So wie man die Wohnung und seinen Arbeitsplatz regelmäßig von Staub und Schmutz reinigt, so ist das Räuchern im feinstofflichen Sinn dazu da, Belastungen und dicke Luft zu klären und reinigen. Räucherpflanzen wirken auf körperlicher und geistig-emotionaler Ebene.

Ich mag die Tipps von Räucherexperten Friedrich Kaindlstorfer, Betriebsleiter des Curhauses in Bad Kreuzen, aus seinen Büchern „Die Heilkraft des Räucherns“ und „Traditionelle Räuchermedizin“ (Kneipp Verlag).

  • Reinigung von Raum, Haus und Gegenständen: Geräuchert wird, wann immer einem danach ist. Ob nach Krankheit, Streit, wenn man eine neue Wohnung bezieht etc.

    Geeignete Räucherstoffe:
    Alantwurzel, Beifuß, Engelwurz, Fichtenharz, Lavendel, Salbei und Weihrauch.

  • Immunkraft stärken: Einige Tropfen100 %ig-naturreines ätherisches Lavendelöl in der Wasserschale über dem Heizkörper oder über der Duftlampe, helfen, die Atemwege frei zu halten.

    Räuchermischung:
    je ein Teil Holunder, Lavendel, Labkraut, Salbei, Quendel und je ein halber Teil Angelikasamen und Mistelblätter. Alle Zutaten zerkleinern, mörsern und mischen.

  • Harmonie: Folgende Mischung kann man zur Entspannung untertags oder zum Tagesausklang verräuchern.

    Räuchermischung:
    Je ein Teil Rosenblüten, Zirbe, Lavendel, Eisenkraut und je ein halber Teil Styrax und Alantwurzel. Alle Bestandteile mörsern und mischen.

Ich wünsche „duftende“ Mußestunden. Probieren Sie es aus und vertrauen Sie auf Ihr Gefühl, Sie werden spüren, wann und womit Sie räuchern sollen!

Elisabeth Rabeder
Betriebsleiterin Curhaus Bad Mühllacken


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