Lavendel - Balsam für die Seele

Verfasser

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin

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Dienstag, 04. Juli 2017

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Kräuterkolumne

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Wunderbar blüht der Lavendel in unserem Kneipp Garten in Bad Kreuzen, wie in vielen anderen Gärten auch. Ich liebe seinen Duft, der uns so viel Gutes schenkt. Mit seinem blitzenden Blau und seiner aufrechten Schönheit vermittelt uns diese Heilpflanze ihre heilende, entspannende, beruhigende und stärkende Kraft.

Eigentlich ist der Lavendel eine wildwachsende mediterrane Bergpflanze. Es gibt verschiedene Arten, die zur Familie der Lippenblütler gehören und auch Nervenkräutlein, Schwindelkraut oder Muttergottespflanze genannt werden. Im westlichen Mittelmeerraum gedeiht er auf 800 bis 1800 m Höhe. Er soll Körper, Geist und Seele reinwaschen und böse Geister wie unreine Gedanken vertreiben. Für die alten Römer war ein anstrengender Tag ohne ein Lavendelbad unvorstellbar. Sie parfümierten ihr Badewasser mit diesem Duftkraut und wuschen auch ihre Kleider in Lavendelsud. Viele verwendeten ihn als Wundarznei und zur Beruhigung der Nerven. Auch ich kann bestätigen, dass ein Lavendelbad wirklich angenehm ist und wunderbar die Nerven stärkt.

Heute nutzt man die desinfizierenden und entspannenden Eigenschaften des Lavendels in der pharmakologischen Duftheilkunde. Er wirkt antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend, pflegend und beruhigend. Lavendel sollte immer am Morgen geerntet werden, da zu dieser Tageszeit das meiste ätherische Öl enthalten ist. Seit ich bei der Herstellung des Hydrolats mittels Destillatgerät auf die richtige Erntezeit achte, gelingt es mir immer, viel ätherisches Öl zu gewinnen. Das Hydrolat aus Lavendel ist vielseitig einsetzbar: Als Duftspray für die Naturkosmetik - oder in der Küche, bei feinen Marinaden. Wenn ich Halsschmerzen habe, greife ich auf eine beruhigend wirkende Lavendellösung zum Gurgeln zurück, bei Insektenstichen nütze ich diese zur Linderung des Juckreizes, ins Badewasser gemischt, schenkt sie mir wieder innere Ruhe.

Die beste Wirkkraft hat Lavendel auf die Psyche, zur Wundheilung und zur Pflege von Haut und Haaren. So kann ich Lavendel auch bei Nagelpilz und zur Abschwellung von Insektenstichen sehr empfehlen. Kleine, mit Lavendel gefüllte Leinen- oder Baumwollsäckchen sind beliebt und fördern ein besseres Ein- und Durchschlafen. Sie können diese Duftsäckchen auch zwischen die Wäsche legen, um Kleidermotten abzuwehren, oder um unangenehme Gerüche zu vertreiben. Tee aus Lavendelblüten wirkt bei Unruhe, nervöser Erschöpfung, Einschlafstörungen, Herzklopfen und Altersschwäche, er gehört auch zu den krampflösenden, blähungstreibenden Magenmitteln. Lavendel ist ein klassisches Nervenberuhigungsmittel, das entspannt, ohne müde zu machen. Im Garten verbreitet er nicht nur aromatischen Duft und mediterrane Schönheit, er hilft auch zur Abwehr von Mücken.

Lassen Sie sich von dem wunderbaren Duft dieser Heilpflanze verzaubern, und nutzen Sie die wunderbare Möglichkeit des Lavendels, die innere Balance und den Einklang des Herzens zu spüren.

Ihre Monika Kronsteiner
Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen

TIPP: Bad Kreuzner Heilpflanzenserie von Monika Kronsteiner - jeden Sonntag im Kurier OÖ

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