Bad Kreuzen - Traditionelle Europäische Medizin

Alte Tradition - Neue Methoden

  • Spezielle Untersuchung durch den TEM-Arzt
  • Reflexpunkt-Behandlung oder Ganzheitliche Vier-Temperamente-Behandlung "Reflexologie"
  • Individuelle Wickel und Wasseranwendungen
  • Aderlass nach Hildegard von Bingen
  • Ausleitverfahren nach TEM
  • Typgerechte Ernährung
  • Heilpflanzen und Kräuter
  • Lebensordnung und Spiritualität
  • Wandern, Bogenschießen und WYDA

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Die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) nimmt den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit wahr und ernst.

Die TEM will als beseelte Heilkunst auf Basis der Säftelehre die individuelle Konstitution eines Menschen stärken, Dysbalancen regulieren helfen und dessen Selbstheilung aktivieren. Die TEM ist ein weites und spannendes Feld, das zum Beispiel  Aderlass, Schröpfen, die Humoralpathologie, Klostermedizin, Heilpflanzen nach der Signaturenlehre, Wasseranwendungen und Spezialmassagen alter Überlieferung nutzt.

Die alte Heilkunst betrachtet den Menschen mit seiner ihm ureigensten Konstitution und Gedankenwelt nicht isoliert, sondern in der Zusammenschau mit Lebensumständen, aber auch im Wechselspiel mit Jahreszeit, Umwelt, Klima, und Lebensphase. Die TEM kann begleitend und unterstützend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Geschichte von ÖTZI bis heute

Hippokrates von Kos (460 bis 370 v. Chr.) und Galenus von Pergamon gelten als Begründer der Humoralpathologie (Vier-Säfte-Lehre). Die TEM hat griechische, römische, vielleicht auch ägyptische Wurzeln, nahm germanische, keltische und slawische Impulse auf. Sie ist beinahe 3000 Jahre am Krankenbett verifziert und gelebt worden. Im Mittelalter erreichte die Klostermedizin mit Hildegard von Bingen einen Höhepunkt. Der Arzt und Philosoph Paracelsus genauso wie Samuel Hahnemann mit der Homöopathie, Rudolf Steiner mit der Anthroposophie und Pfarrer Sebastian Kneipp mit den fünf Säulen für ein gesundes Leben sind Vertreter der TEM.  Der medizinische Umbruch im 19. Jahrhundert mit der Hinwendung zur Zellularpathologie beendete die Ära der TEM als universitäre Medizin. Sie lebte aber im Volk und bei traditionellen Heilern weiter.

Neueste Untersuchungen an der Eismumie vom Similaun Gletscher, besser bekannt als ÖTZI, zeigten, dass Ursprünge der europäischen Medizin noch weiter zurück gehen als vermutet.

Hautbefunde sprechen dafür, dass ÖTZI vor 5000 Jahren mit Akupunktur behandelt wurde. Die genadelten Punkte entsprechen den heutigen in der Akupunktur der TCM und auch in der Reflexologie der TEM. Das wird als Zeugnis einer schon damaligen, auf der Energielehre basierten Medizin, gewertet.

Die Basis der Vier-Säftelehre

Hippokrates und Galenus von Pergamon gelten als Begründer der Humoralpathologie. Hippokrates hat den Elementen Wasser, Luft, Feuer und Erde die vier Körpersäfte sanguis (Blut), phlegma (Schleim), cholé (Gelbgalle) und melancholé (Schwarzgalle) mit den dazugehörigen Temperamenten Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker und Melancholiker zugeordet. Auch die Qualitäten von trocken und feucht; warm und kalt sowie zugeteilte Organe kennzeichnen die Archetypen. Gesundheit war definiert als Eukrasie, das richtige Mischungsverhältnis der Säfte, wobei die Säfte Symbol für energetische Wirkprinzipien im Körper sind. Von Dyskrasie spricht man, wenn ein Ungleichgewicht der Säfte vorhanden ist.

Der persische Arzt IBN Sina (Avicenna), der 1037 gestorben ist, hat das Wissen von Hippokrates und Galen systematisiert und weiterentwickelt. All diese Erkenntnisse und Studien waren Basis der europäischen Medizinschulen bis in die Neuzeit.

Diagnose mit allen Sinnen

Beobachtungsgabe und die Sensibilität der Sinne helfen dem TEM-Arzt bei der Diagnose. Inspektion (Anschauen), Palpation (Betasten), Auskultation (Abhören), Iridologie (Irisbefundung), Zungen-, Puls-  und Segmentbefundung vervollständigen neben dem ausführlichen Gespräch das Bild. „Reflexzonen im Auge lassen Schwachstellen erkennen und die Begutachtung von Dermatomen, Hautsegmenten, die sich von der Wirbelsäule ausgehend zwiebelschalenartig  über den Oberkörper  ziehen, können Probleme mit Organen, Muskeln und Gelenken anzeigen. Eine Verhärtung oder Verquellung eines Dermatoms weist darauf hin, welches Organ schwächelt“, sagt TEM-Ärztin, Homöopathin und Kneipp-Ärztin Michaela Lehman vom 1. Zentrum für TEM in Bad Kreuzen. Mit Hilfe dieser umfassenden Diagosemethoden und Aufmerksamkeit auf dem Zusammenspiel aller Organe und Funktionen lassen sich Schwächen erkennen, die sich irgendwann in einer Krankheit manifestieren können. Mit den vielschichtigen TEM-Anwendungen und Therapien versucht man dies verhindern.

Die vier Archetypen oder Grundtemperamente

Die Vier-Temperamenten-Lehre ist eine Typenlehre, der Körpersymptome, Organe, Körpersäfte, Tages- und Jahreszeiten, Lebensabschnitte, Elemente und Farben zugeordnet sind. Jeder Mensch hat gemäß seiner Anlagen eine Grundkonstitution. In ihrer Reinform kommen Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker oder Phlegmatiker kaum vor. In einem Fragebogen, Gespräch mit und Untersuchung beim TEM-Arzt kann der Grundtypus bestimmt werden. Die aktuelle Lebenssituation, Belastungen, Alter, Klima, Jahreszeit, Einstellungen bilden die Temperatio, die momentane Ausprägung des Temperaments. Der Archetyp zeigt Stärken, Schwächen und Anfälligkeit für bestimmte Beschwerden sowie die Ansätze zur Heilung.

Sanguiniker

Sanguiniker

„Was kostet die Welt, das Aufgeben kommt nicht in Frage“. Mit Energie und extrovertiertem Rednertalent ist der Sanguiniker leicht zu begeistern, unbekümmert und motiviert auch andere. Er ist offenherzig, optimistisch und lebensfroh und ist nicht nachtragend. Sanguiniker sind neugierig, kreativ, humorvoll  und leben im Augenblick. Kommen die Schatten der Persönlichkeit zum Tragen übertreibt er gerne und verrennt sich in Oberflächlichkeiten.

CholerikerCholeriker

„Immer schneller, höher und besser“. So geht der Choleriker an seine Aufgaben heran. Als extrovertierter Macher nimmt er in Angriff wo andere zaudern. Probleme löst er konstruktiv, beherzt, ehrgeizig, entschlossen und einsatzfreudig. Er ist selten zufrieden, will höhere Ziele realisieren, kann auch aufbrausend und ungeduldig sein. Die Tendenz zum Workoholic kann ihm zum Fallstrick werden.

MelancholikerMelancholiker

„Wenn schon, dann richtig und in der perfekten Reihenfolge“. Der introvertierte Denker hat künstlerische Fähigkeiten, geht mit Intuition und Menschenkenntnis ans Werk. Er hat einen Blick für Details und Ästhetik, ist analytisch, gewissenhaft, nachdenklich und tiefgründig. Er neigt zum Grübeln, bleibt in der sozialen Kommunikation gerne auf Distanz.

PhlegmatikerPhlegmatiker

„Probier‘s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe, Genuss, Geselligkeit und Zufriedenheit…“. So sieht der Phlegmatiker das Leben.  Konzentriert, langsam und ausdauernd zeigt er diplomatisches Geschick. Er kann zuhören und vermitteln, ist ein introvertierter Beobachter. Andererseits ist er wenig begeisterungsfreudig, unentschlossen und starrköpfig. Ziele verfolgt er mit langem Atem und konsequent. Bei äußerem Druck verweigert er völlig und zieht sich zurück.

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Therapien und Methoden

Um das Ungleichgewicht der Säfte auszugleichen wendet man im 1. Zentrum für TEM basierend auf den fünf Säulen von Pfarrer Kneipp verschiedene und neu entwickelte Methoden an:

  • Massagen je nach Archetyp
  • Reflexologie/Reflexpunkt-Behandlung oder Vier-Temperament-Behandlung
  • Individuelle Wickel und Wasseranwendungen
  • Aderlass
  • Typgerechte Ernährung
  • Heilpflanzen und Kräuter haben in der TEM ihren Fixplatz. 
  • Lebensordnung und Spiritualität
  • Bewegung: Wandern, Bogenschießen und Wyda.