Einzelpreise - Geschichte

1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin Bad Kreuzen

Der Spezialist für BEWEGUNG sowie FORSCHUNG & WEITERENTWICKLUNG der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM)

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Bad Kreuzen ist ein Ort mit über 150-jähriger Kurtradition.
Bereits 1846 errichtete der Arzt Maximilian Keyl auf Veranlassung des herzoglichen Rentmeisters Heberkorn in der alten Schlosstaverne zu Kreuzen eine Kaltwasserheilanstalt.
1961 wandte sich der Dechant Johann Gütlinger, Pfarrer in Bad Kreuzen, an die Marienschwestern in Linz mit der Bitte, ein Kneipp-Kurhaus zu errichten 1969 wurde mit dem Bau begonnen.
Im März 1972 wurde das Kneipp Kurhaus eröffnet.

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Die Stiftung "Das Spital Kreuzen"

Im Jahre 1565 rief Ferdinand Hellfried von Meggau, Besitzer der Herrschaft Greinburg und Kreuzen, diese wohltätige Stiftung ins Leben, um armen, kranken und arbeitsunfähigen Menschen Wohnung, Verpflegung und Betreuung im Krankheitsfalle zu gewährleisten. Die Stiftung war vorerst auf 8 männliche Personen beschränkt. Sein Sohn, Leonhard Hellfried von Meggau, verbesserte 1641 die Stiftung um 180 Gulden jährlich. Im Jahre 1761 übernahm Graf Norbert Anton von Salaburg die Stiftung, erweiterte sie um die Aufnahme von 8 weiblichen bedürftigen Untertanen und erneuerte die Stiftung mit Brief und Siegel. Aus dem Stiftungsbrief ist zu entnehmen, dass 16 Pfründner 90 Metzen Korn, 20 Metzen Hafer, 4 Metzen Weizen, 3 Metzen Gerste, 40 Klafter weiche Scheiter, 16 Paar Strümpfe, Hemden und Schuhe, täglich ein halbes Pfund Fleisch und an Festtagen Wein zu erhalten hatten.

Die Stiftung wurde damals aus den Renten der Herrschaft Kreuzen erhalten. 1858 löste Herzog Ernst II. von Sachsen Coburg Gotha diese Last mit einer Grundentlastungsobligation von 24000 Gulden ab und übergab das Spital mit den Pfründen und allen Grundstücken der Pfarrgemeinde Kreuzen.
Von diesem Zeitpunkt an wurde die Stiftung dem Stiftungsbrief gemäß von einem Kuratorium, bestehend aus dem jeweiligen Pfarrer, dem jeweiligen Gemeindevorsteher und zwei Vertrauensmännern, die vom Ausschuss der Ortsgemeinde Kreuzen für die Zeitdauer von drei Jahren aus der Bürgerschaft des Marktes zu wählen waren, verwaltet.

Am 3. September 1903 übernahmen die „Schwestern des III. Ordens Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ (1961 wurde der Orden in „Marienschwestern vom Karmel“ umbenannt.) die Betreuung der Menschen im sogenannten Armenhaus und sorgten in wohltätiger Weise jahrzehntelang für die ihnen anvertrauten Insassen. Im Zuge des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 wurde die Stiftung aufgelöst und verlor damit auch ihr gesamtes Vermögen. Das Armenhaus wurde jedoch auch in der Kriegszeit von den Schwestern weitergeführt.

Mit Bescheid der oberösterreichischen Landesregierung vom 13.04.1956 wurde die Stiftung in ihrer Rechtspersönlichkeit wiederhergestellt und bekam ihr Liegenschaftsvermögen zurück. Da die Mittel der Stiftung auf die Dauer aber nicht ausreichten 16 Personen kostenlos Unterkunft, Verpflegung und ärztliche Betreuung zu bieten, schloss die Stiftung am 29.09.1958 mit dem Bezirksfürsorgeverband Perg ein Übereinkommen auf die Dauer von 15 Jahren, nach welchem der Fürsorgeverband im Bürgerspital Kreuzen pflegebedürftige Personen unterbringen durfte. Damit ging auch die Führung des Armenhauses auf den Bezirksfürsorgeverband über.

Mit dem Vertrag vom 10. April 1965, der den Bau der Kneipp-Kur- und Erholungsanstalt der Marienschwestern vom Karmel in Kreuzen betraf, wurde die Auflösung der Stiftung notwendig. Am 17. Oktober 1966 wurde das Übereinkommen mit dem Bezirksfürsorgeverband Perg gekündigt und ein Antrag auf Auflösung der Stiftung an die oberösterreichische Landesregierung gestellt. Am 6. Dezember 1966 erfolgte die Auflösung der Stiftung mit Bescheid.

Pfarrer Johann Gütlinger

Am 19. Juli 1953 erfolgte die Installation von Pfarrer Johann Gütlinger in der Pfarre Kreuzen. Schon bald erkannte er, dass aus der großen Vergangenheit Kreuzens als Kurort das Interesse der Gemeinde für den Fremdenverkehr zwar geblieben war, dieser sich jedoch auf die Sommermonate beschränkte, da es an Wintersportmöglichkeiten fehlte. So überlegte er, wie man den Besucherstrom über das ganze Jahr ausdehnen könnte. Sorge bereitete ihm auch die wachsende Arbeitslosigkeit besonders bei Frauen und Mädchen in der Pfarre. Er wollte seiner Pfarrgemeinde bei der Bewältigung ihrer wirtschaftlichen Probleme helfen.

Da die Marienschwestern vom Karmel, die das Armenhaus im Ort leiteten, auch eine Wasserheilanstalt nach Pfarrer Kneipp in Aspach und Bad Mühlacken führten, kam ihm der Gedanke, die Schwestern für die Errichtung einer solchen Anstalt auch in Kreuzen zu gewinnen. Durch sein Engagement, seinen unermüdlichen Einsatz und sein Verhandlungsgeschick gelang es ihm diesen Plan zu verwirklichen, sodass heute Kreuzen seine Tradition als Kurort der Wassertherapie fortführen kann.

Im Advent des Jahres 1961 nahm Pfarrer Gütlinger Kontakt zu den Marienschwestern unter Generaloberin Ida Pertlwieser auf und versuchte sie für seine Idee zu gewinnen. Er stellte den Schwestern das Armenhaus und die angrenzenden Gründe aus dem Stiftungsvermögen in Aussicht. Der Vorschlag fand vorerst kein Interesse. In einem Brief vom 31.01.1962 des Generalats der Marienschwestern an das Pfarramt wird ihm aber Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

Der Vertrag

Der Vertrag wurde abgeschlossen zwischen der Marktgemeinde Kreuzen, der Stiftung "Das Spital Kreuzen", der röm. kath. Pfarrpfründe, der Kongregation der Marienschwestern vom Karmel in Linz, der Wassergenossenschaft Kreuzen und unter Beitritt des Bezirksfürsorgeverbandes Perg.

Planung

Die Planung des Kneipp-Kur-und Erholungsheimes übertrugen die Marienschwestern den Architekten Josef Linecker und Friedrich Wierer aus Mattighofen. Die Architekten planten den Bau in Sichtbeton-Bauweise ohne konventionelles Dach auszuführen. Dies rief anfangs bei den Marienschwestern Bedenken hervor. Diese konnten jedoch von den Architekten zerstreut werden.

Im November 1967 stellte Architekt Linecker sein Modell der Kongregation in Linz vor.

Am 11. Jänner 1968 gab es eine Zusammenkunft zwischen ihm und Herren der Landesbaudirektion in Kreuzen, wobei er ebenfalls sein Modell präsentierte.

Das Projekt fand in dieser Form von allen Seiten Anerkennung.

Bau der Kneipp-Kuranstalt

Am Mittwoch, den 17. September 1969 fand um 11 Uhr der Spatenstich statt. Zu dieser stillen Feier kamen seitens der Bauherrn  Generaloberin Sr. M. Reinhilde Pilz und Generalprokuratorin Sr. M. Ancilla Steiner. Spiritual Pater DDr. Silvester Birngrubersegnete den Bauplatz.

Am 8. Juli 1971 wurde die Dachgleiche erreicht. Die Arbeiter schmückten ein Bäumchen und hievten es mit dem Kran hoch. Am späten Nachmittag fand die Gleichenfeier im Gasthaus Schiefer statt.

In einer kleinen Feierstunde segnete Dechant Johann Gütlinger am 14. November 1971 das Kneippkurheim und am 19. November zelebrierte er in der Eingangshalle zum Dank für die unfallfreie Durchführung der Bauarbeiten eine heilige Messe.

Anfang März 1972 startete der Kurbetrieb.

Schwester Oberin Stefanie Schmidthaler war die erste Heimleiterin des Hauses. Sie führte das Haus vom 1. März 1972 bis 19. Jänner 1982. Unter ihrer Führung erreichte die Kneippkuranstalt Bad Kreuzen ein hohes Ansehen. Ihr standen acht Mitschwestern zur Seite.

Die ärztliche Leitung bekam Dr.  Helmut Sinnmayr aus Pabneukirchen übertragen. Dr. Oskar Hadrawa aus Wien ordinierte ebenfalls wöchentlich einige Tage im Kurhaus. Ab 1973 übernahm auch der Gemeindearzt von Kreuzen, Dr. Helge Sutter, die ärztliche Betreuung von Kurgästen.

Aufgrund der exzellenten Führung des Kneipp-Kurheimes wurde dem Haus vom Österreichischen Kneippbund am 26. Oktober 1976 die Kneipp-Anerkennungsplakette verliehen. Oberin Stefanie Schmidthaler nahm die Plakette in einer kleinen Feier entgegen.

Am 18. Jänner 1982 erfolgte ein Wechsel der Oberinnen zwischen den Kurhäusern Aspach und Bad Kreuzen. Sr. Oberin Stefanie Schmidthaler kam nach Aspach und Sr. Oberin Reintraud Hattmansdorfer übernahm die Leitung in Bad Kreuzen. Sr. Reintraud stand dem Haus vom 19. 01.1982 bin 20.01.1991 vor.
Oberinnen bewältigten neben der Verwaltung und Organisation des Kurbetriebes auch so manche Kuranwendung bei den Gästen. Sr. Reintraud war im Haus als gute Masseurin bekannt.

In der Zeit vom 20. Jänner 1991 bis 17. Juli 1994 leitete die junge, dynamische Schwester Michaela Pfeiffer das Kurheim Bad Kreuzen. Sie war in Kreuzen sehr beliebt, da sie auch für ortspolitische und touristische Entscheidungen aufgeschlossen war und gerne persönlich mitwirkte.

Im Juni 1994 wurde sie mit Beschluss aller Ordensschwestern in geheimer Wahl zur Generaloberin bestellt.

Nun stand sie allen drei Kneipp-Kurhäusern Aspach, Bad Kreuzen und Mühlacken vor. Die Leitung des Kurhauses in Bad Kreuzen übernahm wieder ihre Vorgängerin Reintraud Hattmansdorfer.

Nachdem Oberin Michaela Pfeiffer Anfang Juli 1994 zur Generaloberin gewählt worden war, übernahm am 17. Juli 1994 wieder Sr. Reintraud Hattmansdorfer die Leitung des Kurhauses. Sie führte das Haus weitere 10 Jahre bis 1. Dezember 2004.
In ihrer Amtszeit fanden zahlreiche Umbauarbeiten statt. Die Zimmer wurden neu möbliert, die Ölheizung wurde komplett erneuert und in sämtlichen Einbettzimmern wurde ein WC eingebaut. 2002 erfolgte der Anschluss an das Fernwärmenetz der Ökoenergie Bad Kreuzen.

Sr. Christiane Reichl übernahm Anfang Dezember 2004 die Leitung des Kurhauses. Am 27. Jänner 2005 gab sie ihr Einstandsfest.
Herr Hans Hermann stand ihr als Geschäftsführer des Hauses zur Seite. Mit ihm reorganisierte sie 2005 die Betriebsführung und plante die großen Umbauarbeiten, die im Winter 2006/07 durchgeführt werden sollten. Da Herr Hermann alle drei Kurhäuser der Marienschwestern zu managen hatte, wurde im März 2006 Frau Theresia Mairhofer als Betriebsleiterin für Bad Kreuzen eingestellt.

Dr. Helmut Sinnmayr, der langjährige ärztliche Leiter des Kurhauses, ging 2006 in den wohlverdienten Ruhestand. Anfang Oktober des Jahres übernahm Frau Dr. Desiree Margotti, Fachärtzin für physikalische Medizin und Rehabilitation, die ärztliche Leitung der Anstalt.

Ende Juni 2007 verließ Betriebsleiterin Mairhofer das Kurhaus. Als neuer Betriebsleiter in Bad Kreuzen wurde mit 1. Juli 2007 Herr Friedrich Kaindlstorfer von den Marienschwestern eingestellt. In Kooperation mit der Geschäftsführung obliegt ihm nun die betriebswirtschaftliche Führung des Kurhauses.

Diese Chronik wurde der Webseite von Anton Schopf entnommen.