Aspach - Geschichte

Kneipp Traditionshaus Aspach

  • Kneippen seit 1911
  • aus erster Hand von Pfarrer Sebastian Kneipp
  • ehem. Wasserschloss

mehr über unser Haus

Vom alten Wasserschloss...

Schloss Aspach, Kupferstich von Michael Wening, 1721
Schloss Aspach, Kupferstich von Michael Wening, 1721

Das ehemalige Schloss am Weyer wurde Ende des 14. Jahrhundert vom edlen Rittergeschlecht zu Dachsberger erbaut. Dieses befand sich einst auf dem Areal, wo heute das Kneipp-Kurhaus steht.

Mit der Aufhebung der Grundherrschaft in Jahre 1848 wurde auch letzte Seite einer nahezu  500-jährigen Geschichte des Wasserschlosses Aspach für immer geschlossen. Doch auf dem Platz, wo einst Ritter und Grafen daheim waren, sollte künftig eine neue, segensreiche Wirkungsstätte entstehen.

Dr. Joseph Lechner, von 1863 – 1883 Pfarrer und Dechant in Aspach hatte wohl diesen Ort besonders ins Herz geschlossen. Denn kurz vor seinem Tode (28. April 1887) beauftragte er seinen geistlichen Bruder, Georg Lechner, Dechant zu Zell an der Pram aus seinem verbliebenen Vermögen in Aspach eine wohltätige Stiftung für Kinder, Arme oder Kranke ins Leben zu rufen.
Die Marienschwestern von Karmel aus Linz sollten diese Stiftung leiten. Pfarrer Lechner suchte ein geeignetes Gebäude und erwarb somit „das ehemalige Schloss“.

1902 kamen die ersten Schwestern, die neben einer Kinderbewahranstalt auch eine Nähschule und in den Wintermonaten eine Suppenanstalt mit vollem Eifer betreuten.

Die spätere Gründerin unseres Kneipp-Kurhauses Sr. M. Raphaela Freund wurde 1911 nach Aspach versetzt. Die geborene Wienerin war als junges Mädchen zweimal lebensgefährlich erkrankt und wurde in Bad Wörishofen unter der persönlichen Leitung von Pfarrer Kneipp vollständig geheilt.

Daraufhin machte sie sich aus Dankbarkeit zur Lebensaufgabe, die kostbaren Erkenntnisse und Erfahrungen, die sie bei den Vorträgen und Kursen bei Pfarrer Kneipp persönlich erworben hatte, den leidenden Menschen, soweit es in ihren Kräften lag, zuteil werden lassen.
Anfangs war sie Lehrerin an der Nähschule, später war sie auch Handarbeitslehrerin an der Volksschule in Aspach. Sr. M. Raphaela entfaltete zugleich ihr besonderes Talent, kranken Menschen zu helfen.

1. Weltkrieg

Während des ersten Weltkrieges fanden Kinder von Flüchtlingen Betreuung und Jause.

1918 herrschte eine gefährliche Epidemie. Die Krankenpflege wurde nun die Hauptaufgabe der Schwestern. In Fällen wo selbst der Herr Doktor die Kranken aufgab, gelang es mitunter den Schwestern, das Leben zu retten. Sr. M. Raphaela konnte so vielen kranken Menschen helfen und wurde mehr und mehr bekannt. So wurde aus dem Kloster allmählich ein Pflegeheim.

Im Jahre 1933 wurde die Stiftung Eigentum der Marienschwestern von Karmel. Die Bewilligung zur Errichtung bzw. Betrieb eines Pflegeheimes für Kranke und Erholungsbedürftige erhielten die Schwestern im Jahre 1934 von der OÖ Landesregierung. Durch dese staatliche Anerkennung mussten auch zahlreiche Sanierungen des Hauses vorgenommen werden.

2. Weltkrieg

1938 kam der Befehl den Kindergarten zu sperren, das Pflegeheim blieb während der Kriegsjahre offen. Trotz zahlreicher Pflegepatienten kamen auch immer mehr Flüchtlinge nach Aspach.

1944 wurde das Pflegeheim der Schwestern auf Befehl beschlagnahmt. Binnen sechs Stunden mussten alle Pfleglinge das Heim verlassen und an ihrer Stelle kamen Flüchtlinge.

Am 8. März 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, verstarb nach schwerer Krankheit im 76. Lebensjahr Sr. M. Raphaela Freund. Über 30 Jahre hat die in Aspach segensreich gewirkt und auch das Pflegeheim gegründet. Es wird kaum ein Haus geben, das nicht ihre Hilfe in Anspruch nahm.

Ende 1946 verließen die letzten Flüchtlinge das Heim, nun konnten sich die Schwestern wieder ganz ihrer Aufgabe widmen.

Das Kneippen in Aspach hat immer mehr Gäste zu den Schwestern gelockt, dadurch waren zahlreiche Um- und Zubauten nötig.

1957 wurde in Anwesenheit großer Prominenz der „Raphaelabrunnen“ eingeweiht.

1965 wurde das Kneippkurhaus in Aspach ein anerkannter Kneippkurbetrieb.

In den 70er, 80er und 90er Jahren erfolgten immer wider große Neu-, Um- und Zubauten bis hin zur Errichtung von Zimmern für „Betreubares Wohnen“ im Altbau.

2005 - Neue Innengestaltung und Modernisierung

  • Rezeptionsbereich wurde einladender gestaltet
  • Für unsere Therapie wurden im 1. Stock ein eigener Gang mit 6  Massageräume gestaltet
  • Gästezimmer wurden standardisiert:
    44 Einbettzimmer   (davon 11 Klösterliche Zimmer)
    10 Zweibettzimmer (davon 1 Doppelzimmer klösterlich)
  • Neue Saunalandschaft:
    Hier können sich unsere Hausgäste für 3 Bereiche (Infrarot, Dampfsauna & Biosauna frei entscheiden und anschließend im anliegendem Ruheraum entspannen.
  • Cafe Einkehr mit kleinen gemütlichem Gastgarten
  • Neuanlage des Parks:
    Labyrinth der Sinne, Kräutergarten: frische Kräuter für die Küche/Kräuter für Tees (=die von unserer Sr. Hemma mit Liebe betreut wird), Biotop, Therapiegarten, Weg der Sinne

2006 - Erlebnishallenbad der Sinne

In einer weiteren Bauetappe entstand der "Garten der Stille" mit Außenseminarium und Therapiearena sowie das „Erlebnisbad der Sinne“, welches nach modernster Bauweise mit Licht und Unterwassergestaltungselementen versehen wurde.

2010 - Neueröffnung des Speiseraums

2011 - Neu gestaltete Bereiche

Raum der Sinne:
In diesem warm gestaltetem Raum können sich externe Gäste einen Tag im Hause genießen. Es werden aktuelle Angebote wie z.B. für Muttertag, Valentinstag, Vatertag angeboten, man kann auch einen „Tag für Mich“ im Raum der Sinne buchen.
Die Therapien (wie Wickel, Bäder, versch. Massagearten) können in diesen Raum genossen werden. Im diesem Raum befinden sich ein Doppelbett, Couch, Badewanne, Massageliege, Dusche.

Dialoginsel:
Die Dialoginsel ist eine Bereich, in welchem der Gast die Möglichkeit hat ein vertrautes Gespräch mit unserer Sr. Oberin zu führen.