Führungsgrundsätze

Führungsgrundsätze *)
der Sinn- und Werteorientierung in der Unternehmenskultur der Kneipp Traditionshäuser der Marienschwestern vom Karmel

Alle Menschen in unserem Unternehmen werden auf Basis christlichen Menschenbildes und des Menschenbildes der Logotherapie als geistige Wesen angesehen.

  1. Als Führungskräfte sind wir uns bewusst, dass Menschen sich ändern können und sich in jeder Lebens- und Arbeitssituation stets neu entscheiden können. Es wird bei jedem Mitarbeiter eine persönliche Weiterentwicklung als möglich betrachtet und gefördert.
  2. Die Mitarbeiter sehen wir als verantwortliche Menschen und übertragen ihnen daher auch Verantwortung.
  3. Weil wir den Willen zum Sinn akzeptieren, sorgen wir dafür, dass ein Mitarbeiter in seiner Tätigkeit möglichst oft Sinn verwirklichen kann und bieten damit Möglichkeiten zum gelingenden Berufsleben eines Mitarbeiters an.
  4. Mitarbeiter erkennen wir als  gewissengeleitete Menschen an, daher begegnen wir ihnen mit Achtung und verlangen ihnen nichts ab, was ihrem Gewissen widerspricht.
  5. Weil wir unsere Mitarbeiter in erster Linie als geistige Wesen verstehen, vermeiden wir mit dieser Grundhaltung folgende fundamentale Fehler:

    • die Mitarbeiter werden als triebhaft eingeschätzt. 
      „Welche Triebe kann ich ansprechen, um einen Mitarbeiter zu etwas zu bewegen, was er aus freien Stücken nie tun würde?“
    • die Mitarbeiter sind auf bestimmte Reize reagierende Wesen. 
      „Welche Reize biete ich an, um den Mitarbeiter um- oder neu zu konditionieren?“
    • Mitarbeiter lassen sich durch Bedürfnisbefriedigung oder gar Verwöhnung motivieren.

Den Menschen als geistiges Wesen zu verstehen, heißt, ihm mit Respekt  und Wertschätzung zu begegnen, ihn als Partner zu sehen und damit eine tragfähige Beziehung herzustellen.

Die Erkenntnisse der Logotherapie in die Unternehmens- und Menschenführung zu übertragen, führt keinesfalls zu sozialromantischem Verhalten – im Gegenteil; es wird den Menschen viel abverlangt: 

  • Leistung erbringen,
  • Aufgaben erfüllen,
  • Selbständig entscheiden
  • und Verantwortung übernehmen. 

Das ist selten bequem, aber es dient dem Wohl des Mitarbeiters und des Unternehmens.

*) vgl. Berschneider, W.,: Sinnzentrierte Unternehmensführung, Orthaus Verlag,  Lindau im Bodensee 2003, S 40f