Aderlass nach Hildegard von Bingen

Verfasser

Monika Kronsteiner

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Dienstag, 02. April 2013

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Aderlass nach Hildegard von Bingen

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Die „Alten“ – also die traditionellen Mediziner Europas, sahen eine gute und kräftige Konstitution als eine Grundvoraussetzung für Gesundheit an. Die Konstitution eines Menschen bestimmt darüber, wie dieser auf Alltagsreize reagiert – bzw. reagieren kann. Ist die Reaktionsfähigkeit des Menschen eingeschränkt, so reagiert er nicht mehr passend auf Alltagsreize und entwickelt Symptome, die sich bei längerem Bestehen zur Krankheit „auswachsen“ können. Das ist aber nach dem Verständnis früherer Heilkundiger nur mit einer schwachen Konstitution möglich. Die Mediziner und Medizinerinnen der Vergangenheit verstanden sich darauf, Menschen die zu ihnen kamen individuelle Empfehlungen auf dem Gebiet der Ernährung, der Bewegung, der Kräuter, der physikalischen Anwendungstechniken (z.B. Wasser- und Wickelbehandlungen) und ihres Lebensstils, ihrer Beziehungen, ihrer Arbeit und ihrer spirituellen Haltung zu geben. Sie setzten aber auch gezielte Reiztherapien, von denen sie sich versprachen, die Konstitution zu stärken.

Im Zentrum der therapeutischen Bemühungen vieler TEM Ärzte stand das Blut. Blut hatte einen besonderen Stellenwert, da es in der sogenannten Säftelehre, der Humoralmedizin, als der edelste Saft gilt. Die Humoralmedizin wollte im menschlichen Wesen eine Eukrasie, eine harmonische Balance der Säfte und deren energetischer Wirkprinzipien erreichen. Bei den 4 Säften handelt es sich um:

  • Sanguis, welches die beiden dem Leben zugrundeliegenden Primärqualitäten in sich birgt, nämlich Wärme und Feuchtigkeit.
  • Phlegma, dem die Primärqualität der Wärme verloren geht und deshalb als Grundlage seines Wirkprinzips die Feuchtigkeit und die Kälte hat.
  • Cholera, die zwar Wärme in sich hat, allerdings geht ihr die Feuchtigkeit ab und drückt so ihr charakteristisches Wirkungsspektrum aus.
  • Melancholera, der beide Primärqualitäten abgehen, die aber genau aus diesem Grund ihr typisches Wirkprofil zeigt.


Alle vier Humores/Säfte wirken in uns Menschen wie allgemein in der Schöpfung. Wenn sich die ihnen innewohnenden Kräfte die Waage halten, dann besteht Eukrasie. Kommt es zur Entgleisung, dann handelt es sich um eine Dysbalance der Säfte, die man Dyskrasie nennt. Diese Dyskrasie gilt es zu vermeiden. Wenn sie bereits besteht, versucht man sie durch Reiztherapie wiederherzustellen.

Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Aderlass nach Hildegard von Bingen einen Reizimpuls setzen können, der die Säftekräfte wieder ins Gleichgewicht bringt. Nachdem das Aderlassblut 2-3 Stunden ruhig gestanden ist, befunden es TEM Ärzte aus Bad Kreuzen bzw. dem TEM Kollegium in Linz und sehen so deutliche Zeichen für Entgleisungen. Diese Erkenntnis wird wiederum dafür genutzt, um mit Ernährungs-, Behandlungs- und Kräuteranwendungen, die vom Gast über 2-3 Monate durchgeführt werden, zum Erreichen einer Eukrasie zu verhelfen.


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