Ö1- Radiokolleg "Von der Zehe bis zur Ferse" zum Nachhören

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Donnerstag, 29. März 2018

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Eine Anatomie und Kulturgeschichte des Fußes,
entstanden unter Mitwirkung des CURHAUSES Bad Mühllacken.
 

Radio Ö1 - Radiokolleg
"Von der Zehe bis zur Ferse" (26.-29.03.2018)
eine Woche lang zum Nachhören unter
http://oe1.orf.at/radiokolleg2

 

Inhalt der 4-teiligen Serie auf Ö1:
Mit leisen Sohlen auf spitzen Steinen zu gehen ist nicht derselbe Akt wie auf taunasser Wiese. Das eine schmerzhaft und unangenehm, das andere wohltuend erfrischend. Das bloßfüßige Marschieren erfüllt aber seine Wirkung. Der Fuß und die Naturheilkunde gehören nicht erst seit dem Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp zusammen. Überbeine, Hühneraugen, Fehlstellungen und Schuhmoden mach(t)en seinen Besitzern seit jeher zu schaffen.

Derweil geht ein "schlanker Fuß" nicht nur sprichwörtlich in die Geschichte ein. Fuß und Schuh gehören genauso zusammen wie Fuß und Pilz oder Fuß und Freiheit. Dieser Körperteil besitzt tragende Verantwortung, er verleiht Bodenhaftung und sorgt für jauchzende Sprünge. Kaum ein Sport kommt ohne ihn aus und seine Reflexzonen sind in der traditionellen Medizin hoch wirksam.

Allzu oft hat man allerdings versucht, ihn in normierte Hüllen zu zwängen, die Schuhgröße via Röntgenstrahlung zu ermitteln und ihn im Falle eines Bruches in ein Gipskorsett zu stecken. Die Gipshaxen sind rar geworden, zugenommen haben jedoch die Fußfehlstellungen. Ein Tribut an das Übergewicht?

Der Fuß macht Bewegung. Im physischen und übertragenen Sinn. Seine Reichweite bestimmt das Vorhaben: Vom Lustwandeln bis zum politischen Protest. Fußmärsche zeugen von einer bestimmten Haltung. Sie finden immer mehr Anhänger: jene, die langsames Fortkommen mit innerer Einkehr verknüpfen und jene, die sich der Opposition anschließen.

Auch in ästhetischer Hinsicht inspiriert das untere Ende des menschlichen Körpers Maler, Bildhauer, Schriftsteller. Motiv, Fetisch, Projektionen aller Art nähren mannigfaltige Assoziationen. Die 20 bis 30 Zentimeter von der Zehe bis zur Ferse beschäftigen Mediziner wie Künstlerinnen gleichermaßen.


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