Walnussbaum

Verfasser

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin

Beitrag vom

Montag, 15. Mai 2017

Veröffentlicht in

Kräuterkolumne

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Viele Bäume in unseren Gärten haben eine hohe Heilwirkung, doch dieses Potenzial bleibt meist unbeachtet und wird viel zu wenig genutzt. Auch ich habe lange Zeit die Nussbaumblätter nicht beachtet, die jedes Jahr um diese Zeit eine hervorragende Reinigungskraft in sich tragen, die ich nun schon seit einigen Jahre nutze. Die Nussbaumblätter entfalten gerade zur richtigen Zeit, nach den reinigenden Kräutern Birkensaft, Brennnessel, Birkenblätter, Gundelrebe und Löwenzahn die höchste Wirkung. So können alle Organe und der Körper gut entlastet werden, was unserem Wohlbefinden extrem gut tut.

Für innerliche und äußerliche Anwendungen können sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter verwendet werden. Nussbaumblätter werden vor allem gegen Pilze, Bakterien, Ekzeme, Schuppenflechten, Würmer sowie Magen- und Darmkatarrhe eingesetzt. Sie unterstützen unser Lymphsystem und sind extrem blutreinigend, entzündungshemmend und hautreinigend. Durch den hohen Anteil an Gerbstoffen, Flavoniden und Vitaminen haben sich die Nussbaumblätter besonders bei Hautleiden sehr bewährt. Dafür empfiehlt sich eine Anwendung mit Tee oder Tinktur. Äußerlich können sie auch als Umschläge, Bäder und Spülungen verwendet werden. Da die Blätter durch die ätherischen Öle des Baumes sehr intensiv riechen, werden Fliegen, Mücken, Flöhe, Motten und andere Insekten vertrieben, die diesen Geruch nicht mögen. Ein Grund dafür, warum der Baum gerne in Gärten und Parks gepflanzt wird. Wenn die Blätter zwischen den Finger zerrieben werden, ist dieser würzige Duft intensiv wahrzunehmen. 

Im Frühjahr blühen die Blüten in dicken Kätzchen, die sehr frostempfindlich sind. Bis zum Herbst entwickeln sich daraus die gesunden Walnüsse. Nicht nur die Blätter des Nussbaumes tragen eine hohe Heilwirkung in sich, sondern auch die Früchte der Nuss, die grünen und die reifen, sowie die Nusskämben. Das sind die holzigen Leisten zwischen den Nusshälften, woraus man einen Tee oder eine Tinktur herstellen kann. Ein altes Hausmittel, das ältere Menschen zur Herzstärkung sehr schätzen.

Sehr empfehlenswert ist auch eine Tinktur aus grünen Nüssen, die im Mai und Juni zu ernten sind, oder der bewährte Nussgeist: Dafür die grünen Nüsse grob schneiden, mit einem Kornbrand auffüllen und mindesten 6 Wochen in einen hellen, warmen Raum stellen. Danach die Flüssigkeit abseihen. Nussgeist sollte tropfenweise bei Verdauungsstörungen, Verstopfung, Magenschwäche und zur Unterstützung der Leber eingenommen werden.

Ich liebe auch die reifen Walnüsse. Mit ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen sind sie ein gutes Nahrungsergänzungsmittel. Aus den Nüssen gepresstes Öl ist eines der besten Kosmetikmittel für die Haut, es macht sie weich und zart. Besonders bei Akne, Herpes oder Ekzemen ist es sinnvoll, dieses wertvolle Öl zu verwenden. Auch die grünen Schalen der Nüsse können verwendet werden. Als Abkochung sind sie ein tolles Färbemittel für braune Haare, die dadurch zusätzlich noch einen wunderbaren Glanz bekommen.

Nutzen Sie die Heilkraft unserer Umgebung und überzeugen Sie sich selbst, welch wertvolle Schätze Mutter Erde für uns bereithält.

Ihre Monika Kronsteiner
Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen


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