Rotklee

Verfasser

Monika Kronsteiner

Beitrag vom

Donnerstag, 21. August 2014

Veröffentlicht in

Kräuterkolumne

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Jeder kennt die duftenden, runden Blütenköpfchen, die mit ihrem schönen Dunkelrosa viele Wiesen verzieren. Klee wächst gerne auf nährstoffreichen Wiesen, Weg- und Feldrändern. Von Bauern wird er als Viehfutter genutzt und als Bodenverbesserer geschätzt.

Ich liebte schon als Kind den unscheinbaren roten Wiesenklee, dem ich die Blüten herauszupfte und den süßen Honigduft der Blüten genoss. Auch auf der Suche nach einem vierblättrigen Glücks-Kleeblatt hielt ich oft nach ihm Ausschau. Diese „Kinderblume“ gehört zu den Schmetterlingsblütlern und wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet. Die Dreiheit der Blätter wird mit den drei Lebensaltern der Frauen in Verbindung gebracht; Jugend – Reife – Alter; mit der dreifaltigen Göttin und der Dreifaltigkeit im Christentum. Das Kleeblatt steht auch für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Ausnahme, das vierblättrige Kleeblatt, gilt bis heute als Glücksbringer. Es wird sorgsam aufbewahrt, mit einem Wunsch verknüpft oder in Liebe an jemanden verschenkt, der das Glück vielleicht noch dringender braucht.

Als wichtige Frauenpflanze sollte der Rotklee in keinem Frauentee fehlen. Er besitzt eine ausgleichende Wirkung und tut dem gesamten weiblichen Organismus gut. Der Tee und die Tinktur wirken besonders gesundheitsfördernd durch seine wertvollen Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Gerbstoffe, ätherisches Öl, Proteine und Hormone. Die ebenfalls im Rotklee enthaltenen Isoflavone helfen in den Wechseljahren gegen den Östrogenmangel. So ist die wichtigste Anwendung des Rotklees als Tee zum hormonellen Ausgleich in den Wechseljahren. Er hilft auch, das Hautbild zu verbessern. Rotkleeblüten werden traditionell gegen Ekzeme und Schuppenflechte eingesetzt. Hierfür sollte man den Rotklee als Tee innerlich und äußerlich als Umschlag oder Auflage verwenden. Die Gerbstoffe dieser Heilpflanze helfen allgemein bei Entzündungen, auch Schleimhautentzündungen, und tun den Verdauungsorganen gut. Erst vor wenigen Jahren ist diese Einsatzmöglichkeit des Rotklees entdeckt worden, der auch unter den Namen Zuckerbrot, Wiesenklee, Hummelklee, Honigklee, Himmelsbrot, Fleischklee oder Zuckerblümli bekannt ist. Die Blätter und Blüten können sie zu Gemüse, Salaten, Suppen, Sirups, Tee, Essenzen, Tinktur und Gelees verarbeiten. In Schokolade getunkt, schmeckt der Rotklee besonders gut und sieht auch schön aus. Die Blüten einfach in zerlassene Kuvertüre tauchen und kurz antrocknen lassen, das kann so manches Dessert verfeinern!

Ich lade sie ein, diese wunderbaren Blüten zu entdecken - zu riechen, kosten und zu schmecken - und das Glück in der Pflanze zu finden.

 

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin
im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM)
Bad Kreuzen


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