Rosmarin

Verfasser

Monika Kronsteiner

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Montag, 13. Mai 2013

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Rosmarin

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Schon im Altertum war der Rosmarin im Mittelmeerraum hoch geschätzt. Der Göttin Aphrodite geweiht, symbolisierte er die Liebe und die Schönheit. Brautleute steckten nach der Hochzeit einen Zweig in die Erde. Bewurzelte er sich, dann wurde die Ehe glücklich. Auch steckte die Braut dem Bräutigam heimlich ein Stückchen Rosmarin an die Kleidung, damit er ihr die Treue bewahrt. Kleinen Kindern wurden die Zweige des Rosmarins in die Wiege gelegt, um sie zu schützen. Der Name Rosmarin ist lateinisch und bedeutet ´Ton des Meeres`. Die Vielseitigkeit dieser Pflanze ist bemerkenswert und begleitet die menschliche Kultur spirituell, medizinisch, kosmetisch und kulinarisch seit Urzeiten. Bis heute ist Rosmarin eines der beliebtesten Gewürze.

Am bekanntesten ist der Rosmarin für seine Anwendung in der mediterranen Küche. Er ist aber auch eine wichtige Heilpflanze mit vielfältigen und starken Heilwirkungen.

Man kann ihn innerlich als Tee, in Teemischungen und als Tinktur anwenden. Das ätherische Öl sollte nur äußerlich Verwendung finden, da es den Magen reizen könnte. Auch ein Bad oder Armbad kann Wunder wirken. Achtung ein Bad, ein Armbad oder Tee nicht am Abend genießen, da Rosmarin sehr belebend wirkt und sonst den Schlaf hindern könnte. Werdende Mütter sollten Rosmarin nicht verwenden.

Rosmarin wirkt ausgleichend und zählt zu jenen Heilpflanzen, die den Kreislauf dort ankurbeln, wo er es nötig hat. Die Teeanwendung hilft bei Erschöpfungen, niedrigem Blutdruck oder wenn die Gedächtnisleistung nachlässt. Er sorgt für einen gesunden Appetit und gleichzeitig für eine gute Verdauung. Mit Rosmarin kann der Körper entwässert werden. Besonders gut eignet sich die Heilpflanze zur Stärkung der Nerven, und macht widerstandsfähig gegen Belastungen von außen.

Pfarrer Kneipp schätzte den Rosmarin als kreislaufanregendes Mittel besonders und empfahl ihn bei Schwächezuständen und bei niedrigem Blutdruck.
Bekannt ist auch der Rosmarin Wein, der leicht selber zubereitet werden kann: Man gibt einige Zweige Rosmarin (etwa 20g) in eine Flasche mit 1 Liter Weißwein und stellt sie gut verschlossen an ein sonniges Plätzchen. Mindestens einmal am Tag kräftig durchschütteln, nach fünf Tagen den Wein abseihen. Wenn man sich müde und abgespannt fühlt, ein bis zweimal täglich ein Likörglas des aromatischen Weines trinken. Das weckt die Lebensgeister, besonders jetzt in dieser Jahreszeit, und wir bekommen wieder neuen Schwung.

Bereits im zeitigen Frühjahr werden vorgezogene Pflanzen in allen Märkten angeboten und stehen sodann in vielen Haushalten am Küchenfenster.
Rosmarin ist ein immergrüner Strauch, der bis zu zwei Meter hoch wachsen kann. Der Strauch bildet kleine Stängel aus, an denen sich die Rosmarinnadeln befinden. Die Blüten der Gewürzpflanze können eine weiße, hellblaue und rosa Färbung haben.

Für den Einsatz in der Küche kann man ganzjährig die frischen Triebspitzen abschneiden. Im Winter sollte man dabei jedoch bescheiden sein, weil die Pflanze erst im Frühling wieder nachwächst. Besonders für Fleisch-, Wild-, Geflügel- und Fischgerichten ist das Gewürz sehr beliebt. Aber auch Rosmarinkartoffeln sind eine wahre Spezialität. Zum Verfeinern von Suppen, Soßen, Salaten und Gemüsegerichten eignet sich diese aromatische Pflanze.

Teezubereitung: 1 Teelöffel Rosmarinblätter wird mit ¼ Liter heißem Wasser übergossen, 5-7 Minuten ziehen lassen, 2 Tassen pro Tag trinken.

Als Räucherpflanze liegt die größte Kraft des Rosmarins darin, durch Trauer zurück zu Lebenslust und Fröhlichkeit zu führen, unter dem Motto „Entfalte unbeschwerte Tatkraft“.

Kräuterpädagogin Monika Kronsteiner


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