Maiwipferlsaft

Verfasser

Monika Kronsteiner

Beitrag vom

Montag, 19. Mai 2014

Veröffentlicht in

Kräuterkolumne

Funktionen

Beitrag drucken

Zurück zur Übersicht

Seinen Namen verdankt das Stiefmütterchen einer botanischen Besonderheit. Fünf grüne Kelchblätte...

Mehr erfahren

Oft wird es als lästiges Unkraut bezeichnet, denn viele wissen nicht, wie heilsame diese Pflanze se...

Mehr erfahren

Kommentar senden

Bitte addieren Sie 5 und 7.

Für dieses Naturprodukt werden nur wenige Zutaten benötigt. Wenn Sie die frischen hellgrünen Tannen- oder Fichtenwipferl sammeln gehen, nehmen Sie bitte nur die Triebe von der Seite und nie die Spitzen, da der Baum dadurch geschädigt wird und sich sehr verzweigt. Gehen Sie verantwortungsvoll mit den Bäumen und Ästen um, und nehmen Sie möglichst nur zwei oder drei Wipferl pro Ast. Geben Sie zu den Wipferln zu gleichen Teilen Zucker oder Honig. Ich verwende Rohrzucker, da er, anders als der weiße Zucker, sehr viele wertvolle Mineralstoffe mitliefert. Auch ein Glas Maiwipferlsaft mit reinem Honig darf in meiner Hausapotheke nicht fehlen.

Nun wird das Einmachglas mit einer Schicht Wipferl, einer Schicht Zucker oder Honig und so weiter gefüllt, bis es voll ist. Die oberste Schicht muss mit Zucker bzw. Honig abschließen und alle Schichten müssen gut angepresst werden. Wichtig ist, dass die Wipferlschicht immer doppelt so dick wie die Zuckerschicht ist. Das verschlossene Glas wird für rund 4 Wochen an einen warmen Ort gestellt, bis der Zucker vollständig zu Saft geworden ist. Während dieser Zeit wird das Glas öfters geschüttelt oder auch mal umgerührt. Die Wipferl werden braun und sondern dadurch den Sirup ab, der schließlich in kleine Flaschen abgefüllt und kühl gestellt werden muss.
Dieser Sirup ist sehr wertvoll bei hartnäckigem Husten, Bronchitis, Verschleimungen und Asthma. Er ist auch ein wunderbares Süßungsmittel für den Tee. Besonders in der kalten Jahreszeit ist dies eine gute Möglichkeit, Erkältungen vorbeugend entgegen zu wirken.
Maiwipferl können auch getrocknet und so als Tee bei Husten, Heiserkeit und Erkältungen sowie zur Blutreinigung eingenommen werden.
In den jungen Trieben sind wertvolle ätherische Öle enthalten. Die Harze sind reich an Vitamin C und besitzen balsamische, auswurffördernde sowie leicht entzündungshemmende Eigenschaften.
Seien Sie kreativ und probieren Sie einfach aus, was für Sie am besten ist. Es müssen auch nicht immer nur Tannen- oder Fichtenwipfel sein. Durch die Beifügung von Spitzwegerich und Thymian, entstehen geschmacksvolle Hausmittel für Husten und Heiserkeit mit einer wohltuenden Wirkung auf die Schleimhäute.

Generell sollten wir die wunderbaren Hustenpflanzen wie Spitzwegerich, Tannen- bzw. Fichtenwipferl, Thymian, Löwenzahn, Huflattich, Schlüsselblume, Salbei und viele mehr, wieder zu schätzen lernen und verwenden. Ich kann Ihnen auf jeden Fall den wohltuenden Maiwipferlsaft sowie die Hustenkräuter empfehlen. Probieren Sie diese wertvollen Schätze der Natur selbst aus!

Gerade jetzt im Frühjahr schenkt uns die Apotheke Gottes eine große Vielfalt an Heilpflanzen. Sehen Sie sich um, welche Pflanzen in Ihrer engeren Umgebung wachsen und denken Sie daran, die Pflanzen kommen zu uns, genau dann, wenn wir sie brauchen.

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin
im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM)
Bad Kreuzen


Kommentare

Zurück