Lichtmess, ein Tag wo die Natur wieder zum Leben erweckt wird

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Monika Kronsteiner

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Donnerstag, 06. Februar 2014

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Lichtmess, ein Tag wo die Natur wieder zum Leben erweckt wird

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Maria Lichtmess ist also, wie uns der Name schon sagt, ein Fest des Lichtes. Wir freuen uns über die Kraft und die Lebendigkeit der Natur, die alles wieder zum Leben erweckt und auf den Start in die neue Garten- und Sammelsaison. Früher, so erzählte mir mein Vater oft, war Maria Lichtmess ein ganz besonderer Tag für die Bauern. Nach altem Brauch wurden die Dienstboten eingestellt und so wechselten sie auch oft zu Lichtmess ihren Arbeitsplatz. Dann versammelten sich alle, die am Hof arbeiteten und erstellten einen Jahresplan. Gleichzeitig wurde auch ein Fest als Abschluss der weihnachtlichen Feiern gefeiert, denn zu Maria Lichtmess sind 40 Tage seit Weihnachten vergangen.

Für die Bauern ist Lichtmess noch heute ein wichtiger Lostag. Eine Bauernregel sagt: „Ist es zu Lichtmess mild und rein, wird es ein langer Winter sein. Wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell. Lichtmess trüb - ist dem Bauern lieb. Lichtmess im Schnee - Palmsonntag im Klee.“

Nun beginnt die Zeit der Reinigung, die ideale Zeit für das Fasten. Gleichzeitig gilt es auch, unsere Vitamin- und Mineralstoffspeicher wieder aufzufüllen. Die Natur schenkt uns in den nächsten Wochen eine Fülle von Pflanzen, die uns helfen, uns von den Schlacken zu befreien. Jetzt finden wir schon wieder Scharbockskrautblätter, nach und nach folgen Brunnenkresse, Gundelrebe, Bärlauch, Löwenzahnblätter, Gänseblümchen und Brennnessel. All diese Kräuter sollten wir oft verwenden und in unsere Speisen einarbeiten. Auch die Birke geht in den Saft. Wenn die ersten warmen Tage kommen, kann sie wieder angezapft werden und schenkt uns so ihren wunderbaren, reinigenden Saft.
Um Lichtmess beginnt die Zeit, in der das Licht sich mehrt, und so die Säfte in den Pflanzen wie in uns Menschen wieder zu fließen beginnen. Darum ist es gerade jetzt so wertvoll und wichtig, dem Körper Beachtung zu schenken, und ihm die Frühlingskräuter, die in unserem Umkreis wachsen zur Verfügung zu stellen. Denn die Pflanzenwelt schenkt uns zu dieser Zeit reichlich, was wir brauchen. Wo wir Unterstützung wünschen, können wir uns von der Natur und ihrer Einzigartigkeit helfen lassen.

Monika Kronsteiner
Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM)
Bad Kreuzen


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