Herbstzeit, die Zeit inne zu halten und Danke zu sagen

Verfasser

Monika Kronsteiner

Beitrag vom

Donnerstag, 18. September 2014

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Zeit, Danke zu sagen für alles, was wir in diesem Jahr ernten durften. Zeit, mit den vielen wertvollen Kostbarkeiten der Natur unser Immunsystem zu stärken, um für die kalte Jahreszeit Kräfte zu sammeln. Der Herbst ist die Zeit, wo wir ernten  und annehmen dürfen, was wir von Mutter Erde geschenkt bekommen haben.

Auch im Jahreskreis, stehen wir wieder an einer Schwelle. Der Sommer geht zu Ende und die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür. Wir feiern den Herbstbeginn, die Tag und Nacht Gleiche. Zwei Mal im Jahr herrscht dieser besondere Gleichgewichtszustand, im Frühling und im Herbst, bei dem der Tag und die Nacht gleich lang sind. Heuer fällt die Tag und Nacht Gleiche auf den 23. September. Traditionell wird auch das Erntedankfest zu Beginn des Herbstes gefeiert. Es ist ein Fest der Fülle, der Farben und der Fröhlichkeit. Nun kehrt Stille ein, in einer Zeit der Dankbarkeit und der Regeneration. 

Wenn der Herbst in voller Reife steht, dann schenkt uns die Natur eine reiche Fülle an Obst und Gemüse in bunten Farben und Formen. Das schöne daran ist, dass die Früchte- und Gemüsesorten nicht nur unseren Gaumen verwöhnen, sie sind auch ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung. Große Mengen an Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Enzymen versorgen unseren Körper mit einer beeindruckenden Vielfalt. Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, schenkt uns die Natur immer zur rechten Zeit. Unser Körper bedarf gerade jetzt, wenn es feucht und kalt wird, einer Unterstützung, um gesund zu bleiben. Wir können viel dazu beitragen, Energie zu bekommen und für den Winter zu bewahren: Mit Bewegung, Kneippanwendungen, gesunder Ernährung, viel Vitamin C und natürlich mit Kräutern, die uns die Natur schenkt. Darum bin ich so dankbar für alle Kräuter und Wildfrüchte, aber auch für das Obst und Gemüse, das in unseren Gärten wächst, wie Birnen, Zwetschken, Weintrauben, Kartoffel, Kürbisse, Zucchini, Karotten - und für das Getreide, das wir ernten durften. Für mich ist die Nahrung, die vor meiner Haustüre wächst, die natürlichste und gesündeste Ernährung. Oft ist es uns aber gar nicht mehr bewusst, wie sehr diese einfache Nahrung unser Wohlbefinden fördert. Es macht mir auch viel Freude, Kräuter, Gemüse, Obst und Beeren ernten und zu Köstlichkeiten verarbeiten zu dürfen. So, wie es wohl schon vor hunderten von Jahren die Frauen gemacht haben.

Erntedank ist eine gute Gelegenheit, inne zu halten und zur Ruhe zu kommen, um das vergangene Jahr rückblickend zu betrachten. Es ist einfach wichtig, bewusst Danke zu sagen, zu seiner Umgebung und zur Natur für die Fülle, die uns immer wieder geschenkt wird. Es ist aber auch wichtig, sich selbst zu danken, für das, was man geleistet und gearbeitet hat. So kann ein jeder das Erntedankfest begehen. Es stärkt unsere Wurzeln, die Feste, die uns vom Rhythmus des Jahreskreises geschenkt werden, zu feiern.  

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Dankbarkeit in Ihrem Herzen erleben und für sich ein Fest feiern.

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) Bad Kreuzen

 


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