Goldmelisse

Verfasser

Monika Kronsteiner

Beitrag vom

Montag, 25. August 2014

Veröffentlicht in

Kräuterkolumne

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Ihre etwa 30 Blüten, über denen ein Kranz roter Hochblätter steht, und der aufrechte vierkantige Stängel mit gegenständig angeordneten, rauen gesägten Laubblättern, machen sie unverwechselbar. Die purpurroten, orange- oder rosafarbenen Blüten, die zudem aromatisch an Zitronen erinnern, besitzen eine besondere Heilwirkung. Einen ganzen Sommer lang, von Ende Juni bis September, schmückt die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler unzählige Beete. Die Goldmelisse ist eine ideale Gartenpflanze, die einen vollsonnigen Standort und humusreichen Boden liebt.
Botaniker hatten einst beobachtet, wie Indianer aus ihren Blüten Tee zubereiteten. Daher stammt auch der Name Indianernessel. Ihren botanischen Namen Monarde erhielt sie nach dem spanischen Arzt und Botaniker Nicolàs Monardes, der schon im 16. Jahrhundert ein Buch über amerikanische Heilpflanzen verfasste. Aber die Goldmelisse erhielt auch noch weitere Namen wie Bienenbalsam, Etagenblume, Indianerfeder, Riesenbalsam oder Pferdeminze.

Schon die Oswego-Indianer hatten die besonderen Heilkräfte der Goldmelisse erkannt und ihre Blätter und Blüten als Tee aufgebrüht. Noch heute wird er deshalb von Kräuterexperten Oswego-Indianertee genannt. Er wirkt schweißtreibend und vor allem schleimlösend bei Husten und Erkältungen und befreit so die Atemwege. Auf die Verdauungsorgane übt der Tee eine stärkende Wirkung aus und lindert zudem Blähungen. In der Frauenheilkunde wird die Goldmelisse, da sie eine dem Östrogen ähnliche Substanz enthält, zur Regulierung des Menstruationszyklus sowie bei Wechseljahrbeschwerden verabreicht.
Da der Tee sehr wohlschmeckend ist, eignet er sich gut als einfacher Haustee oder als Grundlage für Teemischungen. Die einzelnen Blütenzungen können außerdem zur Dekoration von Desserts und Salaten verwendet werden, zum Aromatisieren von Obstsalaten, Kräuter- sowie Eistees und zu Sirup, Saft, Bowle oder Likör verarbeitet werden. Ich kann sie auch als Würzmittel für Wildgerichte empfehlen.

Darüber hinaus ist diese Riesenminze, sie kann bis zu 1,40 Meter hoch werden, auch eine Bienenpflanze - eine wunderbare Bienenweide, die Hummeln, Schmetterlingen und natürlich Bienen beim Überleben hilft.
Machen Sie sich auf die Suche nach einer Monarde und betrachten Sie diese ganz genau. Sie werden sie vom ersten Blick an lieben. Nutzen Sie die Natur Gottes, so wie die Medizinmänner der Indianer, denn vorbeugen ist besser als heilen.

Goldmelissensaft:3 große Handvoll Blütenblätter, Saft von 9 Stück Zitronen oder 5 dag Zitronensäure, 1,5kg Zucker und 1,5l Wasser. Wasser und Zucker aufkochen, damit der Zucker aufgelöst ist. Zitrone bzw. Zitronensäure und Blütenblätter dazu geben und 24 Stunden stehen lassen. In saubere Flaschen füllen, kühl und dunkel aufbewahren. Goldmelissensaft wirkt sehr beruhigend, besonders auch für Kleinkinder.

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin
im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM)
Bad Kreuzen


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