Die Heckenrose

Verfasser

Monika Kronsteiner, Kräuterpädagogin

Beitrag vom

Dienstag, 13. Juni 2017

Veröffentlicht in

Kräuterkolumne

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Mit wunderbar duftenden Blüten strahlt uns die Heckenrose entgegen, die auch Hundsrose, Hetschepetsche, Essigrose, Hagebutte oder Buschrose genannt wird. Sie zählt zu den Müttern aller Rosen und gab den duftenden Rosensorten diese wunderbare Ausstrahlung, sodass wir sie zur Königin der Blumen erhoben.

Rosen tragen eine enorme Heilkraft in sich, die früher hoch geschätzt und viel genutzt wurde. Ich liebe ihren zarten Duft und ihre Feinheit. Wildrosen haben ungefüllte Blüten und sind an Weg-, Wald-, Feldrändern und als Gartenzäune häufig anzutreffen. Diese alten Rosensorten zeichnen sich durch wunderschöne Blütenformen, herrliche Farben und einen großartigen Duft aus, da sie nicht so hochgezüchtet und überdüngt sind. Sie werden bis zu fünf Meter hohe Gebüsche oder Hecken, deren rosarote bis dunkelrote Blüten später im Herbst leuchtend rote Früchte tragen. Neben ihrem Duft und ihrer Zierde für Gärten werden die Blütenblätter schon seit dem Altertum für die Herstellung von Rosenöl und Rosenessig oder für Tee genutzt. Rosenblätter lassen sich in der Küche sehr gut zu köstlicher Marmelade verkochen oder auch zu Sirup oder Likör verarbeiten. Im Herbst kommen dann die wunderbaren Früchte der Hagebutte zum Vorschein, die als Tee, Mus, Marmelade, Likör und vieles mehr genutzt werden können. Hagebutten sind vor allem auch wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C interessant, das für unsere Abwehrkräfte das Beste bzw. das Natürlichste ist.

Rosenblüten wirken ausgleichend, harmonisierend, wundheilend und entzündungshemmend, sie sind gut für Nerven, Haut und Seele. Der wunderbare, feine Duft des Rosenhydrolats tut auch meiner Seele extrem gut. Es gehört zu den Schönheitswässern, die für die Naturkosmetik und als Parfüm genutzt werden können. Rosenblüten haben aber auch einen hohen Gehalt an Gerbstoffen, die adstringierend und entzündungshemmend wirken und daher gut für Mundspülungen bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum geeignet sind. Äußerlich empfiehlt sich ein Umschlag oder eine Waschung bei Bindehautentzündung und leichten Hautreizungen. Innerlich verwendet man einen Tee aus Rosenblüten zur Blutreinigung, aber auch bei Schwindel und Kopfschmerz sowie zur Nervenstärkung.

Heckenrosen sind wichtige Brutplätze für viele Vogelarten wie Finken und Meisen, auch andere Tiere finden in Heckenrosen Schutz.
Nutzen Sie die Heilpflanzen in Ihrer Umgebung, sie verdienen unsere Beachtung.

Ihre Monika Kronsteiner
Kräuterpädagogin im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen

TIPP: Bad Kreuzner Heilpflanzenserie von Monika Kronsteiner - jeden Sonntag im Kurier OÖ

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