Alte Traditionen neu entdecken: Die Mistel

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Monika Kronsteiner

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Montag, 25. Februar 2013

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Alte Traditionen neu entdecken: Die Mistel

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Aus den Comic-Heften von Asterix dem Gallier kennen wir den Druiden Miraculix, der Misteln mit seiner Sichel von den Ästen schneidet. Tatsache ist, dass das Mistelritual bei den Kelten weit verbreitet war. Auch bei den Römern galt sie als Heil- und Fruchtbarkeitspflanze. Mistelzweige waren ein Friedenssymbol und sollten dank ihrer besonderen Kraft Wunder wirken, Glück bringen und vor allem böse Geister abwehren. Ein uralter Brauch erfreut sich auch bei uns zunehmender Beliebtheit. So schmücken wieder immergrüne Mistelzweige zur Adventzeit die Eingangstüren, um Böses fernzuhalten und dem Glück Einlass zu gewähren. Die Mistel wird nicht nur in der Teezubereitung verwendet, sondern in der Adventzeit besonders vom 21. auf den 22. Dezember zur Wintersonnenwende zum Räuchern verwendet. Mistelräucherungen können durch ihre förderliche Energie als Korridor zu einer neuen, guten Entwicklung und Gesundheit dienen.

Die Mistel hat viele heilsame Wirkungen wie krampflösend, blutzuckersenkend und blutstillend. Sie wird aber auch bei Kopfschmerzen, Migräne, bei Krämpfen, chronischen Stoffwechselstörungen, Konzentrationsschwäche und Schwindel eingesetzt. Ihre ausgleichende Wirkung macht die Mistel zu einem hervorragenden Herz- und Kreislaufmittel.

Die heilwirkendste Mistel für Tee, Tinkturen und Räucherungen soll übrigens vom Apfelbaum kommen.

Teezubereitung: Gesammelt werden die kleinen Mistelzweige mit Blättern von Mitte Oktober bis Mitte Dezember und von März bis April. Von den Teezubereitungsarten bevorzugt die Mistel den sogenannten kalten Ansatz, da durch das Erwärmen die Heilwirkung der Mistel herabgesetzt wird. Teezubereitung: 2 Teelöffel Mistelblätter mit 1/4 l kalten Wasser ansetzten und 6-8 Stunden ziehen lassen.

Räuchern: Zum Räuchern können wir alle Teile der Mistel verwenden. Diese dürfen von Bäumen stammen, auf denen sie häufig wächst, wie zum Beispiel Pappeln oder Obstbäume. Während des Räucherns verwandeln die Mistel negative Schwingungen in lichte, höhere. Sie bringt Licht ins Unbewusste und eröffnet innere Schätze, Druck fällt ab und eine offene, gelöste Bewegung stellt sich ein. Diese besondere Pflanze wir bei Räucherungen im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) in Bad Kreuzen mit ihrem krautig-süßen Räucherduft mit respektvoller Absicht verwendet.


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