Altbewährte Hausmittel

Verfasser

Monika Kronsteiner

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Mittwoch, 19. März 2014

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Altbewährte Hausmittel

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Immer mehr Menschen finden wieder zu den alten Hausmitteln zurück, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Ihre Vorteile, wie die oft einfache Zubereitung und die hohe Wirkkraft, haben nicht nur mich überzeugt. Ob Krenkette bei Fieber, Rettichsaft bei Husten, Topfenwickel bei Entzündungen oder Erdäpfelwickel bei Bronchitis, die Omas wussten immer, was am besten ist.

Schade, dass viele einfache aber wirkungsvolle Rezepte inzwischen in Vergessenheit geraten sind. Schon Hippokrates sagte: “Eure Lebensmittel sollen eure Heilmittel sein.” Paracelsus meinte: „Gott hat für jede Krankheit eine Pflanze wachsen lassen. Sehet euch um in der Natur und schöpft aus der Apotheke Gottes.“ Wir sollen wieder schätzen lernen, was uns die Natur vor der Haustüre wachsen lässt. Durch den Überfluss in unseren Geschäften und in unserer Gesellschaft haben wir vergessen, auf die Natur zu schauen. Wir haben auch oft vergessen, wie wertvoll und hilfreich unsere heimischen Heilkräuter und natürlichen Lebensmittel sind.

Gerade in der Winterzeit, bei Heiserkeit, Erkältung, Schnupfen, Husten und Grippe, können wir auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen. Kräuterwickel, Kräuterbäder, Kräutersirup oder auch ein Kräutertee sollten auch bei Kindern wieder vermehrt angewendet werden. Dazu einige Tipps, die Ihnen helfen können, Ihr Wohlbefinden zu steigern. Bei Halsschmerzen ist jede äußere Wärmeanwendung eine Wohltat, ob als Bad, warmer Schal oder warmer Wickel mit Topfen, Erdäpfel oder Salz. Auch Gurgeln mit Salbei oder Salzwasser kann sehr hilfreich sein, wobei Sie aber nicht darauf vergessen sollten ausreichend zu trinken, um das Austrocknen der Schleimhäute im Halsbereich zu verhindern.
Heiserkeit ist oft ein Vorbote virusbedingter Erkältungskrankheiten. Warme Milch mit Honig kann da sehr unterstürzend sein, aber auch sehr schweißtreibend. Bei länger anhaltendem oder hohem Fieber empfehle ich die berühmten Essigpatscherl oder Wadenwickel. Die Krenkette kann sowohl zur Vorbeugung einer Verkühlung als auch zur Fiebersenkung unterstützend verwendet werden.

Tannenwipfelsaft, mit Kandiszucker oder Honig und eventuell Spitzwegerich versetzt, ist ein beliebter Hustensaft. Schwarzen Radisaft mit Kandiszucker liebte ich schon als Kind. Er schmeckt köstlich und ist einfach in der Zubereitung. Sie müssen nur den schwarzen Rettich aushöhlen, Kandiszucker einfüllen und mit dem ausgehöhlten Fruchtfleisch zudecken. Schon nach wenigen Stunden bildet sich der wunderbare Hustensaft. Wer Zwiebel gerne hat, kann daraus mit Honig einen Saft bereiten und ihn löffelweise einnehmen. Wenn die Erkältung voll ausgebrochen ist und das Atmen schwer fällt, ist eine Kräutertee-Inhalation empfehlenswert, besonders wegen des angenehmen Gefühls danach. So werden die Atemwege frei und nebenbei die Haut schön.

Ein Genuss ist wiederum ein Erkältungsbad mit Kräutern, vor allem mit Kamille–Thymian oder eine gute Tasse Kräutertee mit Honig. Wer mehr über Kräuter und die altbewährten Hausmitteln wissen möchte, kann sich selbst im 1. Zentrum der Traditionellen Europäischen Medizin in Bad Kreuzen überzeugen.

Monika Kronsteiner,Kräuterpädagogin
im 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM)
Bad Kreuzen


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